Schule 1857: 005. Zu welcher Zeit begann sich der Straßenbau der Römer zu entwickeln?

Es gab zu den Zeiten der Könige keine versteinten Straßen und solche mit Kunstbauten, wie Brücken, Durchstiche und Dämme. 442 nach Erbauung Roms führte Appius Claudius die nach ihm benannte, berühmte Straße aus, welche die erste, aber auch beste war und welche von Rom über Capua nach Brundusium (sic!) führt. Noch heutzutage gehören die Bruchstücke dieses Wunderwerkes zu den besten Straßen Italiens. Bei Gelegenheit des Baues des domitianischen Weges ist zunächst von Ueberwindung technischer Schwierigkeiten, Bau in Morästen etc. die Rede.

Bei den Römern erscheint zunächst der Straßenbau als System und die Gattungen der Straßen erhalten Namen. Ihre Via militaris, Via, Actus, Iter, Semita, Callis entsprechen unsern Heer- und Provinzialstraßen, Gemeindewegen, Fußpfaden und Hohlwegen. Bei den Heerstraßen und Provinzialstraßen war die Erzielung der Horizontale angestrebt, große Brücken wurden über Thäler gebaut, Berge durchstochen, Thäler ausgefüllt und Sümpfe trocken gelegt, um sie gerade und eben zu führen.