Schule 1857: 013. Welche Form gab man nun den Schienen nach unten hin?

Um die Stützpunkte seltener, und die Masse der Schienen, bei gleichen Tragfähigkeiten, geringer machen zu können, construirte man sie in Stücken, deren Länge der Distanz der Stützpunkte oder Steinwürfel gleich war und die oben eine gerade Linie bildeten, unten aber, in Fischbauchform, nach der Linie der größten Tragfähigkeit gekrümmt waren. In dieser Gestalt erscheinen die Schienen zuerst im Jahre 1800, von John Outram angewandt, auf der Eisenbahn von Little Eaton in Derbyshire, sodann in größerer Ausdehnung 1801 auf den Bahnen zwischen den gewaltigen Schieferbrüchen in Schottland, die damals Lord Penrhyn gehörten. Einige Jahre später endlich sehen wir das System der gußeisernen Schienen aus den Bahnen in Nordenglands Kohlenminen in derjenigen Form auftreten, die es seitdem behalten hat und in der es noch vielfach auf Kohlenbahnen in Gebrauch ist.

Die Schienen c. in der Fig. 1 sind in 4—5 Fuß Länge gegossen und greifen an den Enden, wo sie in den gußeisernen Stühlen a. a. liegen, übereinander. In den Stühlen sind sie mit einem durchgehenden Bolzen befestigt. Der Stuhl selbst ist mit Holzdübeln und eisernen Nägeln auf den Steinblock festgeschlagen. Große Solidität, Wohlfeilheit in Gegenden, wo Gußeisen nicht hoch im Preise steht und Bequemlichkeit der Reparatur waren diesem Systeme eigen.