Schon vor 1826 hatte das Kohlengebiet der Ruhr und Saar in Rheinpreußen über 8 Meilen Eisenbahn. 1830 wurde die Bahn von Prag nach Lahna 7,5 Meilen eröffnet, die fast 18 Meilen lange Budweis-Linzer 1832. Belgien ging im Bau mit Dampf betriebener Bahnen allen großen Monarchien Europas voraus und eröffnete schon 1835 eine bedeutende, zwei große Städte verbindende Linie zwischen Brüssel und Mecheln. Es wagte dabei den Versuch, die Anlage der Bahnen in die Hände der Staatsverwaltung zu legen. Am 7. Decbr. 1835 bewegte sich zum ersten Male ein von Locomotiven gezogener Zug auf deutschem Boden und zwar auf der Nürnberg-Fürther Bahn; 1 ¼, Jahr hierauf eröffnete die Leipzig – Dresdener Bahn ihre erste Strecke; 1838 am Dreikönigstage ertönte zuerst der Pfiff der Dampfmaschine in Oesterreich (Wien-Wagram) und im Oktober desselben Jahres in Preußen (Berlin-Potsdam). Im November 1838 sehen wir das große Experiment Belgiens, die Staatsbahnen, zuerst durch Eröffnung der herzogl. Braunschweigischen Bahn nach Wolfenbüttel in deutschen Grund verpflanzt. In Frankreich blieb man anfänglich hinter andern Staaten zurück, denn 1826 erhielt M. Bannier nur mit Mühe Concession zu Anlegung der Pferdebahnen zwischen St. Etienne und Andrezieux, und erst im Jahre 1837 wurde die mit Dampf betriebene Paris-St. Germain Bahn eröffnet. Seit jener Zeit entwickelt sich ebendaselbst sehr schnell ein ebenso planvoll angelegtes, als solid ausgeführtes und intelligent administrirtes Eisenbahnnetz. In Frankreich folgt man weise den theuer erkauften Erfahrungen Englands und vereinigt sehr viele und sehr große Eisenbahnlinien durch Verschmelzung der kleineren in den Händen weniger Verwaltungen. Thatkraft und Erleichterung gemeinsamer Maßregeln sind die Folge davon.