Die Eisenbahnen verdanken ihr Dasein denselben Bestrebungen und Bedürfnissen, welche überhaupt Straßen bauen lehrten, nämlich denen des Verkehrs zwischen den Wohnplätzen der Menschen. Der Mensch ist ein Wesen, das sich seinen letzten Zwecken nur durch Vergesellschaftung mit Seinesgleichen nähern kann; deshalb begünstigt die Erleichterung des Verkehrs den allgemeinen Fortschritt zu allermeist. Erleichterung des Verkehrs ist aber gleichbedeutend mit Verbesserung der Straßen, der Schifffahrt und der Mittel zur Mittheilung im Allgemeinen. Der Zustand der Straßen eines Landes und deren Zahl ist ein sicherer Maßstab für die Wohlfahrt und den Stand der geistigen Kultur desselben. Je vollkommener die Straße, um so größere Massen gestattet sie mit gleichen bewegenden Kräften zu transportiren, die ebenste Straße ist daher immer die ökonomischste. In richtiger Erkenntniß dessen sind kultivirte Völker, in deren Ländern sich große Verkehrsmassen bewegten, stets bestrebt gewesen, die Oberfläche ihrer Straßen der horizontalen Linie immer näher zu bringen, dieselben immer ebener herzustellen, bis man sie zuletzt mit Eisenschienen belegte, auf deren glatter Oberfläche die Fuhrwerke mit einem mindesten Maß von Reibung dahinrollen und die größtmögliche Last mit der kleinstmöglichen Kraft fortbewegt werden kann.